H2scan Blog

Teilen auf:

Eigensicherheits-Zertifizierung (IS): Ein kritisches Merkmal oder ein strategischer Vorteil? Oder beides?

Der expandierende Wasserstoffmarkt wächst zweifellos rasant. Dennoch müssen die Anbieter darauf achten, dass das Wachstum nicht auf Kosten der Sicherheit und Effizienz geht. In diesem Umfeld ist die Zertifizierung von Geräten als eigensicher (IS) nicht nur ein Kontrollkästchen für regulatorische Funktionen – es ist ein strategischer Vorteil, der den Betriebserfolg eines Unternehmens erheblich beeinflussen kann.

Der Begriff „Wasserstoff-Ökosystem“ ist hier ein Sammelbegriff, der Wasserstoff in der „sauberen Energie“-Industrie, der „Wasserstoffwirtschaft“ und den unzähligen industriellen Prozessen umfasst, bei denen der Wasserstoffgehalt überwacht und gemessen wird und bei denen aufgrund der Flüchtigkeit des Wasserstoffs höchste Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind.

Das „Na und?“ der Eigensicherheit

Eigensicherheit (IS) wird oft als obligatorische Funktion für Geräte angepriesen, die in gefährlichen Umgebungen betrieben werden. Die häufigste Frage zur Unterscheidung zwischen einer Funktion und einem Vorteil lautet jedoch: „Na und?“

Da der Wasserstoffsektor so neu ist und noch keine Geschichte von Benchmarks und Standards geschaffen hat, stellen die Beteiligten im Wasserstoff-Ökosystem möglicherweise den Wert einer IS-Zertifizierung in Frage. Ist Eigensicherheit nur ein Merkmal oder bietet sie tiefere strategische Vorteile und Mehrwert für den Kunden? Die Antwort liegt darin, zu verstehen, dass es bei der IS-Zertifizierung nicht nur um Konformität geht – es geht darum, die größtmögliche Zuverlässigkeit und Sicherheit von Geräten in Umgebungen zu gewährleisten, in denen ein einziger Funke katastrophale Folgen haben kann.

Wasserstoff ist besorgniserregenderweise bereits bei einer Luftkonzentration von 4 % entzündlich und wird bei einer Konzentration zwischen 13 % und 75 % explosiv. Aufgrund dieser Eigenschaften muss jede bei seiner Herstellung, Lagerung, seinem Transport oder Einsatz verwendete Ausrüstung so konstruiert sein, dass selbst das geringste Entzündungsrisiko ausgeschlossen ist. Dies gilt auch für industrielle Prozesse, bei denen die Existenz von Wasserstoff auf dasselbe Entzündungsrisiko hinweisen kann. Darüber hinaus bieten IS-zertifizierte Geräte auch eine vorausschauende Analyse und Benachrichtigung über dringend erforderliche Maßnahmen.

Fazit: IS-Wasserstoffgeräte sind so konstruiert, dass sie Funken oder thermische Effekte verhindern, die dieses hochentzündliche Gas entzünden könnten, was sie im weiteren Wasserstoff-Ökosystem unverzichtbar macht – weitaus wichtiger als lediglich ein einfaches Produkteigenschaft.

Über die Einhaltung von Vorschriften hinaus: Die strategischen Vorteile einer IS-Zertifizierung

Obwohl die IS-Zertifizierung in vielen (aber nicht allen) Branchen tatsächlich eine Compliance-Anforderung darstellt, bietet sie auch eine Reihe strategischer Vorteile. Unternehmen, die der Eigensicherheit ihrer Geräte höchste Priorität einräumen, können sich einen erheblichen Wettbewerbsvorteil in Bezug auf Kosteneinsparungen und Reputation verschaffen. Die Aussage „alle unsere Geräte sind IS-zertifiziert“ hat Gewicht.

Einer der überzeugendsten strategischen Vorteile ist die Risikoreduzierung. Durch den Einsatz von IS-Geräten können Unternehmen darauf vertrauen, dass ihre zertifizierte Ausrüstung keine Zündquelle darstellt. Diese Gewissheit ermöglicht es den Unternehmen, sich auf die Optimierung anderer Aspekte ihres Betriebs zu konzentrieren, anstatt Ressourcen für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen aufzuwenden.

Durch den Verzicht auf teure Schutzausrüstungen wie explosionsgeschützte Gehäuse und Backup-Systeme für den Störungsfall können erhebliche Kosten eingespart werden.

Darüber hinaus werden Unternehmen, die in ihren Betrieben Wert auf eine IS-Zertifizierung legen, häufig als Vorreiter in Sachen Sicherheit wahrgenommen. Dies steigert nicht nur ihren Ruf, sondern fördert auch das Vertrauen der Stakeholder, darunter Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten, Aufsichtsbehörden und Investoren. In Branchen, in denen Sicherheit an erster Stelle steht, kann sich dieses Vertrauen in langfristige Geschäftsbeziehungen, Markenaufbau, erhöhte Marktanteile und Mitarbeiterloyalität niederschlagen. Es kann sogar die Versicherungskosten senken.

Der historische Kontext: Eine Grundlage der Sicherheit

Die Bedeutung der Eigensicherheit hat tiefe historische Wurzeln. Das Konzept der IS-Zertifizierung entstand vor langer Zeit im Kohlebergbau, wo die gefährlichen Bedingungen durch Methangas und Kohlenstaub strenge Sicherheitsmaßnahmen erforderten.

Im frühen 20. Jahrhundert konnte sogar eine einfache Taschenlampe eine tödliche und zerstörerische Explosion auslösen, was zur Entwicklung von IS-Standards führte. Die ersten IS-Bewertungen wurden in den 1930er Jahren herausgegeben, formelle Standards entstanden in den 1950er Jahren.

Heute werden diese Normen von anerkannten Organisationen wie Underwriters Laboratories (UL) in den USA, der Canadian Standards Association, ATEX Directives in der Europäischen Union und IECEx auf internationaler Ebene aufrechterhalten. Diese und viele andere Organisationen stellen sicher, dass Geräte die strengen Anforderungen erfüllen, die zur Vermeidung von Unfällen in gefährlichen Umgebungen erforderlich sind.

Fazit: IS ist ein Feature, ein Vorteil und mehr

Eigensicherheit ist mehr als nur eine Funktion – sie ist ein entscheidendes Element der Sicherheitsstrategie und der betrieblichen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Für Branchen, die mit Wasserstoff arbeiten, steht besonders viel auf dem Spiel, weshalb die IS-Zertifizierung eine erforderliche Funktion und ein Schlüssel zur Erschließung strategischer Vorteile ist.

Da die Wasserstoffwirtschaft weiter wächst, sind Unternehmen, die auf Eigensicherheit setzen, gut aufgestellt, um eine Vorreiterrolle einzunehmen und ihren Betrieb, ihr Personal und ihre Zukunft zu schützen. Eigensicherheit ist daher nicht nur eine Konformitätsprüfung – sie ist ein wichtiger Bestandteil einer umfassenden Risikomanagementstrategie, die sowohl Sicherheit, Effizienz als auch einen Wettbewerbsvorteil in einer zunehmend gefährlichen und wettbewerbsorientierten Welt bietet.

Eigensichere Geräte von H2scan:

HY-ALERTA® 5320 Wasserstoff-BereichsmonitorProprietäre Technologie für mehr Sicherheit in Umgebungen, in denen Wasserstofflecks gefährlich sein können. Einfache Installation auf jeder Oberfläche, Wand oder Decke für schnelle, genaue Wasserstofferkennung in jeder Anlage, die Wasserstoff produziert, speichert oder nutzt.

HY-ALERTA® 1600 Wasserstoffmonitor für eigensichere BereicheErmöglicht die wasserstoffspezifische Lecksuche und -messung bei Wasserstoffkonzentrationen von nur 4000 ppm und kann auf jede Konzentration bis zu 5 Volumenprozent Wasserstoff skaliert werden, ein Bereich, der 10 bis 125 Prozent der unteren Entflammbarkeitsgrenze von Wasserstoff entspricht.

HY-OPTIMA® 5330 Analysatorfamilie Beispiellose Zuverlässigkeit und Langlebigkeit bei der Inline-Überwachung von Wasserstoff für verschiedene Anwendungen im industriellen Verarbeitungssektor, von Chemieanlagen und Raffinerien bis hin zur aufstrebenden grünen Wasserstoffwirtschaft.

HY-OPTIMA® 1700 Wasserstoffmonitor für eigensichere Bereiche Eigensicherer Inline-Wasserstoff-Prozessanalysator der HY-OPTIMA 1700-Serie. Wasserstoffspezifische Echtzeit-Prozessanalysatoren sind auf Benutzerfreundlichkeit, Schnittstellenflexibilität und echte Prozesskontrolle ausgelegt. ATEX-zertifiziertes eigensicheres (IS) Gerät, konfiguriert für den Betrieb in Hintergrundgasströmen mit bis zu 95 % relativer Luftfeuchtigkeit und Temperaturen bis zu 60 °C

André Marais ist Executive Vice President für Vertrieb und Marketing bei der H2scan Corporation, einem führenden Anbieter von Wasserstoffsensorlösungen. Marais leitet die weltweiten Vertriebs- und Marketingaktivitäten, um Kunden bei der sicheren Umsetzung von Wasserstoffwirtschaftslösungen durch spezialisierte Messtechnologien zu unterstützen. Marais ist ein erfahrener B2B-Vertriebsleiter mit umfassender Expertise in den Bereichen Energieversorgung, Petrochemie und Industrie.

Über den Autor: André Marais

André Marais ist Executive Vice President für Vertrieb und Marketing bei der H2scan Corporation, einem führenden Anbieter von Wasserstoffsensorlösungen. Marais leitet den weltweiten Vertrieb und das Marketing, um Kunden bei der sicheren Umsetzung von Lösungen für die Wasserstoffwirtschaft mithilfe spezialisierter Messtechnologien zu unterstützen. Zuvor leitete er Konstruktionsteams bei Eskom, einem der fünf größten Energieversorger weltweit. Marais ist ein erfahrener B2B-Vertriebsleiter mit umfassender Expertise in den Bereichen Energieversorgung, Telekommunikation und Industrie. Er verfügt über einen Bachelor of Science in Elektrotechnik, ein Diplom in Technologiemanagement und ist zertifizierter Ingenieur.

Beginnen Sie mit einem Angebot